Wenn wir in unserem Hause SEO erklären, sind viele Entscheider überrascht, welche Fülle an Daten sich aus Google herausziehen läßt. Deswegen wurde eine etwas provokante Überschrift zu diesem Thema gewählt. Anhand von 2 verschiedenen Google Tools soll diese Aussage untermauert und erläutert werden.

  • Welche Produkte sollten im Sortiment sein ?
  • Wie groß ist die zu erwartende Nachfrage?

Dies sind die Fragen, welche das Ladengeschäft tangieren, aber auch für den Onlineshop wichtig sind. Um hier grundlegende Daten zu bekommen, wird auf 2 verschiedene Google Tools zurückgegriffen.

1. Das Keyword-Tool

Dieses Tool wird mit dem Begriff Handschuhe gefüttert, und Google gibt dazu alle relevanten Kombinationen bzw. verwandten Begriffe inklusive Aufrufzahlen heraus. Aufrufzahlen sind damit gleichbedeutend mit dem Interesse an einem bestimmten Produkt.

Für Handschuhe zeigt Google als Erstes die Marke Roeckl mit 40.000 Suchabfragen pro Monat für Deutschland an. Roeckl ist also als Marke im Kopf der potenziellen Käufer und sollte in dem Shop mit berücksichtigt werden.
Handschuhe Leder kommen danach mit 27.000 Abfragen,
Handschuh Kinder  mit 22.000 Abfragen stehen kurz dahinter. (Häufige Fragen sind hier kaum verwunderlich, denn die lieben Kleinen brauchen ja auch jeden Winter neue Handschuhe.)
Interessanterweise erscheinen dann auch schon Torwart-Handschuhe – ein Begriff, der ohne Analyse nicht unbedingt beachtet wird – aber angesichts der Fußballaffinität in Deutschland dann wohl doch nicht so überraschend – dicht gefolgt von Ski-Handschuhen.

Aus den Zahlen können also für das Ladengeschäft wichtige Infos für die Produktpalette gewonnen werden, für den Onlineshop können schon exakte Hauptkategorien abgeleitet werden.

2. Das Google-Trends-Tool

Über dieses Tool können jetzt die recherchierten Begriffe wie „Handschuhe Leder“, „Roeckel“,“Ski-Handschuhe“ oder auch “Torwart-Handschuhe“ auf Ihre saisonale Nachfrageschwankungen hin evaluiert werden.

Für „Handschuhe Leder“ ergibt sich vor Weihnachten ein sehr großer Peak, danach ist aber fast nichts mehr zu sehen. Diese werden also sehr gerne als Geschenk genommen. Schon etwas anders sieht es dann bei den „Kinderhandschuhen“ aus.

Kinderhandschuhe sind also nicht das typische Weihnachtsprodukt, sondern werden generell für den Winter benötigt, daher ergibt sich ein größerer Nachfragezeitraum.

Als letzte Analyse für diesen Artikel wird Google-Trends mit dem Begriff Torwarthandschuhe gefüttert.

Hier erkennt man einen relativ gleichmäßigen Graphen, wobei naturgemäß die Januar-Werte nur bei ca. der Hälfte der August-Werte liegen. Tja, im Winter wird eben auch Hallenfußball gespielt.

Anhand dieses einfachen Beispiels konnte kurz die Mächtigkeit der Google-Tools demonstriert werden. Durch die Kombination beider Tools kann ersehen werden, welche Begrifflichkeiten die Zielgruppe in die Suchmaschine eingibt und wann mit einem Verkaufsansturm zu rechnen ist. Allein die Aufrufzahlen des Keywordtools sind eine sehr wichtige Größe, um den Bedarf bzw. das Interesse an einem Produkt abschätzen zu können und dementsprechend Prioritäten zu setzen.

Foto: © Guido Vrola – Fotolia.com