Aus unseren letzten Blog-Beiträgen wissen Sie mittlerweile, wie wichtig Content Marketing für einen erfolgreichen Online-Vertrieb ist. Sie haben erfahren, dass eine wirkungsvolle Content Marketing-Kampagne aus drei Phasen besteht:

  • Recherche
  • Content-Erstellung
  • Content-Verbreitung (Seeding)
Seeding-Bild-Blog

Content Marketing: Content-Verbreitung

In der letzten Phase verbreiten Sie Ihre Inhalte und machen sie Ihren Zielgruppen zugänglich. Das Ziel dabei ist, die Anzahl qualifizierter Website-Besucher zu erhöhen, um langfristig mehr Anfragen und Bestellungen zu erhalten und Neukunden zu gewinnen. Ähnlich wie der Gärtner im Frühjahr aussäen muss, um im Sommer zu ernten, müssen Sie Ihren Content streuen, um Anfragen zu generieren. Die Besitzer eines grünen Daumens wissen allerdings, dass die Saat geplant werden muss, um ertragreich ernten zu können.

Auch bei der Content-Verbreitung (Seeding) sollten Sie die besten Voraussetzungen schaffen, damit Sie optimale Ergebnisse erzielen. Wenig sinnvoll ist die Verbreitung von Inhalten, ohne zu wissen, ob Sie über die gewählten Kommunikationskanäle und Internet-Plattformen Ihre Zielgruppen überhaupt erreichen. Produktrezepte in einem Computerforum sprechen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die gewünschten Bedarfsgruppen an. In diesem Falle hätten Sie Ihre Inhalte gewissermaßen umsonst erstellt. Eine Vorabrecherche potenzieller Link-Partner (Linkerati) ist also auf jeden Fall notwendig, um erfolgreich seeden zu können.

Beim Seeding selbst wird zwischen „einfachem“ und „erweitertem“ Seeding unterschieden. Die gebräuchlichste Methode ist es, Inhalte mit Ihren Freunden und den Fans Ihres Unternehmens zu teilen. Hier spricht man vom „einfachen Seeding“. Dieses ist allerdings nur dann zu empfehlen, wenn Ihre Inhalte eine hohe virale Qualität besitzen und so gut sind, dass sie sich quasi von alleine verbreiten.

Da die wenigsten Unternehmen mit ihrer Content Marketing-Strategie ein hohes Aufsehen erregen können, muss meistens breiter gestreut werden. Hier kommt das „erweiterte Seeding“ ins Spiel. Durch die gezielte Kontaktaufnahme zu Blogs, relevanten Online-Magazinen oder anderen Unternehmen können Sie nützliche Inhalte bei Ihren Zielgruppen platzieren. Hier ist es häufig sinnvoll, den Linkpartnern einen eigenen einzigartigen Artikel anzubieten und nicht nur um eine Verlinkung zu bitten.

Content Marketing: Seeding-Prozess

Content Marketing: Seeding-Prozess

Wo finden Sie die richtigen Kommunikationskanäle für Ihre Zielgruppen?

In welchen Netzwerken und auf welchen Plattformen sind Ihre Bedarfsgruppen aktiv? In Facebook oder Google+, in Fachforen und -Blogs oder gar in beruflichen Netzwerken wie Xing und Linked-In?

Versuchen Sie, sich in Ihre Zielgruppen hinein zu versetzen. Beispielsweise vertreiben Sie Tischdecken und möchten mit Ihren Inhalten Hoteliers ansprechen. Da sich Hotelbesitzer von Zeit zu Zeit über die neuesten Trends der Tourismus-Branche informieren müssen, um ihren Gästen attraktive Angebote bieten zu können, wären hier Reisemagazine potenzielle Seeding-Partner.

Zu den wichtigsten Kommunikationskanälen für Content Seeding gehören:

  • Social Media-Plattformen, inklusive Communities und Fachgruppen
  • Foren
    Wichtig ist, dass Sie nicht nur Ihre Inhalte posten, sondern zum nützlichen Community-Mitglied werden und Mitgliederfragen beantworten. So lernen Sie außerdem nach und nach die Community auf einer persönlichen Ebene kennen und können eventuell auch außerhalb des Forums nützliche Partnerschaften aufbauen.
  • Blogs
    Achten Sie auf folgende Qualitätskriterien:

    • SEO / Suchmaschinen-Sichtbarkeit
    • Design
    • Aktualität der Beiträge

    Blogs mit schlechtem Suchmaschinen-Ranking oder veralteten Inhalten werden von Ihren Zielgruppen entweder nicht gefunden oder sind für diese nicht interessant. Eine Veröffentlichung Ihrer Inhalte ist daher wenig sinnvoll.Wenn Sie nach Ihrer Blog-Recherche mit den in Frage kommenden Linkerati Kontakt aufnehmen, versuchen Sie, ihnen die Mehrwerte durch eine Veröffentlichung Ihrer Inhalte „schmackhaft“ zu machen.

    • Online-Magazine
      Zusätzlich zu Themen relevanten Fachmagazinen kommen hier – je nach Zielgruppe – auch Marken-Journale in Frage, wie beispielsweise die Coca Cola Journey. Falls Ihre Zielgruppen Coca Cola Fans sind, werden sie diese unter Umständen auch hier antreffen.

    Da sich manche Vorlieben und Aktivitäten Ihrer Zielgruppen nicht ohne weiteres recherchieren lassen, wäre eine Kundenumfrage eine weitere Möglichkeit. Fragen Sie Ihre Kunden, auf welchen Plattformen sie regelmäßig aktiv und welche Themen für sie interessant sind. In größeren Unternehmen kann auch das Vertriebsteam in den Seeding-Prozess einbezogen werden, da Vertriebsmitarbeiter durch permanenten Kundenkontakt häufig über Informationen verfügen, die dem Marketing-Team nicht unbedingt zugänglich sind.

    Die Kontaktaufnahme zu Ihren potenziellen Linkerati kann erfolgen:

    • per Mail,
    • als Nachricht in den sozialen Netzwerken,
    • postalisch, eventuell mit Give-away als Veröffentlichungs-Dankeschön,
    • telefonisch
    • oder im persönlichen Gespräch.

    Fazit:

    Nützliche Inhalte müssen über die richtigen Kanäle verbreitet werden, um bei Ihrer Zielgruppe „anzukommen“. Recherchieren Sie daher vorab, auf welchen Plattformen sich Ihre Wunsch-Leser aufhalten, sonst verpufft Ihre Content Marketing-Kampagne im Nichts, ohne Ihnen die gewünschten Online-Besucher und damit potenzielle Kunden zu bringen.

    Weitere Blog-Beiträge zum Thema Content Marketing:

    Content Marketing – Das effektive Vertriebswerkzeug! Das sollten Sie wissen!

    Content Marketing – Der Turbo für mehr Website-Besucher!

    Content-Marketing – Wie erstellen Sie begeisternde Inhalte für Ihre Zielgruppen?